Gorica Jeremićs Bilder sind getragen durch eine innere Stärke, 

die sich in einer Zentrierung und fokussierten Bearbeitung des Bildes widerspiegelt. Geschichten werden erzählt ohne unnützes Beiwerk. Es ist die Reduktion auf eine Aussage, die überzeugt, ohne dass auch nur eines der kleinen Elemente keine Durcharbeitung erfährt. Sie bedenkt alles mit Aufmerksamkeit.

Diese Fähigkeit der mutigen und auch heftigen Aufträge von Strukturen aus dem weitem inneren Space, wachsen zu einem los gelassenen Gestus. Es muss nichts gehalten werden und dennoch wird es im nächsten Schritt ‘gehalten‘ durch ein klares Setzen, Verwerfen, Setzen von Farbe – bis es innerlich stimmt.

Türkis in der Art von angelaufenem Kupfer spielt immer wieder eine Rolle als ein Zeichen, dass das Neue bereits geschehen ist und sich dem Außen dergestalt zeigt: Frische und Licht durchwirkt den Bildraum.

Gold und Glanz spielen immer wieder eine Rolle bei ihren Bildern. Sie bilden den Lichtkontrast zum Dunklen. Mächtigkeit und Majestätik dominieren ihr Bildgeschehen, gesetzt auf geborstenem und verletztem Untergrund. So vereinigt sich ein zerbrechliches Innen und ein gesetztes Außen zu einem Ganzen.

Gorica Jeremic malt, wie sie fühlt, wie sie ist, was sie durchlebt. Beim Tun findet das statt, was der Philosoph Sloterdijk so wunderbar beschreibt: es wird etwas innerlich durchlebt, zu einer Essenz geführt, erfährt damit eine Allgemeingültigkeit und findet im künstlerischen Ausdruck seine Sichtbarkeit. Rätselhaftes, Mystisches, schwer Greifbares lädt den Betrachter ein sich dem eigenen, spürenden Raum zu öffnen und in Kommunikation zu treten.Gorica Jeremics Bilder sind getragen durch eine innere Stärke, die sich in einer Zentrierung und fokussierten Bearbeitung des Bildes widerspiegelt. Geschichten werden erzählt ohne unnützes Beiwerk. Es ist die Reduktion auf eine Aussage, die überzeugt, ohne dass auch nur eines der kleinen Elemente keine Durcharbeitung erfährt. Sie bedenkt alles mit Aufmerksamkeit.

Diese Fähigkeit der mutigen und auch heftigen Aufträge von Strukturen aus dem weitem inneren Space, wachsen zu einem los gelassenen Gestus. Es muss nichts gehalten werden und dennoch wird es im nächsten Schritt ‘gehalten‘ durch ein klares Setzen, Verwerfen, Setzen von Farbe – bis es innerlich stimmt.

Türkis in der Art von angelaufenem Kupfer spielt immer wieder eine Rolle als ein Zeichen, dass das Neue bereits geschehen ist und sich dem Außen dergestalt zeigt: Frische und Licht durchwirkt den Bildraum.

Gold und Glanz spielen immer wieder eine Rolle bei ihren Bildern. Sie bilden den Lichtkontrast zum Dunklen. Mächtigkeit und Majestätik dominieren ihr Bildgeschehen, gesetzt auf geborstenem und verletztem Untergrund. So vereinigt sich ein zerbrechliches Innen und ein gesetztes Außen zu einem Ganzen.

Gorica Jeremic malt, wie sie fühlt, wie sie ist, was sie durchlebt. Beim Tun findet das statt, was der Philosoph Sloterdijk so wunderbar beschreibt: es wird etwas innerlich durchlebt, zu einer Essenz geführt, erfährt damit eine Allgemeingültigkeit und findet im künstlerischen Ausdruck seine Sichtbarkeit. Rätselhaftes, Mystisches, schwer Greifbares lädt den Betrachter ein sich dem eigenen, spürenden Raum zu öffnen und in Kommunikation zu treten.


Gabriele Musebrink | Künstlerin | Essen 12.4.2021

Gorica Jeremić: „Die Natur als integraler Bestandteil des Ichs“

Farbharmonie und spontaner Ausdruck von Emotionen (bewusst-unbewusst) durch nichtgegenständliche Formen sind Leitmotive einer ganzen Reihe von Gemälden der in Wien lebenden und arbeitenden Künstlerin Gorica Jeremić. Die Inspiration, die sie in der Natur findet und als Grundbestandteil ihres Wesens empfindet, überträgt sie auf ihre komplexen, kompositorisch-harmonischen und malerisch-reizvollen Gemälde. Diese gestisch-assoziative Abstraktion ist auf einer ungewöhnlichen Synthese von nicht-malerischen Konzepten, d.h. auf atypischen Materialien und Pigmenten, basiert, so dass wir sie auch als Informel betrachten können. Gelassenheit, Neugierde, Kraft der Pinselzüge (die nicht zufällig sind), aber auch Licht und besondere Momente, sind noch einige der Merkmale von Goricas Malerei. Es gibt fast keine koloristischen Extreme in ihrer Arbeit. Es handelt sich meistens um beruhigende bernsteingelbe, goldene und blaue Farbvarianten, die geschickt mit Themen auf Gemälden verschmolzen sind. Sie erinnern uns an unerreichbare Himmels- und Meeresräume, unerforschte Orte der Erde, warme Sonnenstrahlen. Im Wesentlichen handelt es sich hier um das Gefühl der malerischen Freiheit, sowie um spezifische ästhetische Antwort auf Stereotypen. Auf diese Weise folgen wir den Spuren der Zeit in raffinierten Kompositionen von außergewöhnlichen und interessanten künstlerischen Lösungen. In ihnen nimmt reine Emotion ihre Form an und das in Fragmenten erscheinende Natürliche und  Materielle wird in abstrakte Formen verwandelt ... und umgekehrt.Anhand der Namen der Werke erraten wir, welche Landschaften den Künstler dazu ermutigten, die Veränderlichkeit der Natur zu beobachten, indem sie die primäre Wirkung der Farbe betont, d.h. das Gefühl das jede Farbe hervorruft. Dieser Energiefluss, der "Klang" von Farbe und Form, ist greifbar und lebendig, aufgrund der Materie, mit der er realisiert wird, aber auch der persönlichen Wahrnehmung des Malers. Die Abstraktion ermöglicht Verwendung von verschiedenen Ausdruckselementen sowie einen Durchbruch hinsichtlich der neuen Materialien. Die Auffassung der Malerei in Gorica Jeremićs Gemälden ist aufgrund deren Subtilität für den Betrachter äußerst einfach. Obwohl es die intime Welt der Künstlerin auf der Suche nach Wahrheit ist, teilt sie jedoch einige „gestohlene Momente“ selbstlos mit dem Publikum. Ihre großformatigen Bilder zeigen ihre Fähigkeit, Farbe und Struktur darzustellen. Diese unerwarteten visualisierten Formen rufen in jedem von uns ein kräftiges, allumfassendes Gefühl des Lebens und der Welt.

Belgrad, Oktober 2020, Maja Živanović, Journalistin und Kunstkritikerin